
Team Schu.B mit den Referenten vom Fachtag
Mit einer Fachtagung und einer anschließenden Feierstunde hat die Koordinierungsstelle Schule-Beruf (Schu.B) gemeinsam mit mehr als 200 Fachkräften, Netzwerkpartnerinnen und -partnern sowie weiteren Gästen das 20-jährige Bestehen des Netzwerks Übergang Schule-Beruf im Kreis Lippe gewürdigt. Die Veranstaltung bot einen festlichen Rahmen, um auf zwei Jahrzehnte erfolgreiche Zusammenarbeit zurückzublicken und zugleich aktuelle Entwicklungen sowie zukünftige Herausforderungen in den Blick zu nehmen.
Seit seiner Gründung bringt die Koordinierungsstelle Akteurinnen und Akteure aus Schule, Jugendhilfe, Wirtschaft, Verwaltung und Beratung zusammen. Ziel der Arbeit im Netzwerk ist es, junge Menschen beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf bestmöglich zu unterstützen, ihnen Orientierung zu geben und individuelle Perspektiven zu eröffnen.
Der Fachtag bildete den inhaltlichen Schwerpunkt der Veranstaltung. Den Auftakt setzte die Keynote „Übergänge in Ausbildung – Einblicke und Ausblicke“ von Naemi Johanning, Senior Project Manager im Bereich Bildung und Next Generation der Bertelsmann Stiftung. In ihrem Vortrag beleuchtete sie aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen beim Übergang junger Menschen von der Schule in Ausbildung und Beruf und gab zugleich Impulse für die zukünftige Gestaltung wirksamer Unterstützungsstrukturen.
Anschließend boten thematisch vertiefende Workshops vielfältige fachliche Impulse. Dabei wurden zentrale Fragestellungen der heutigen Berufsorientierung und Übergangsgestaltung aufgegriffen, unter anderem im Kontext digitaler Entwicklungen und Künstlicher Intelligenz, interkultureller Anforderungen in der Berufsorientierung sowie der Bedeutung multiprofessioneller Zusammenarbeit in einer zunehmend vielfältigen Gesellschaft. Weitere Perspektiven widmeten sich der psychischen Gesundheit und Entwicklung junger Menschen aus Sicht der Kinder- und Jugendpsychiatrie, den besonderen Rahmenbedingungen in ländlichen Räumen, der Rolle von Entwicklungsphasen in der Pubertät für Bildungs- und Berufswahlprozesse, geschlechtsspezifischen Einflüssen auf die Berufswahl, inklusiven Ansätzen im Übergang Schule–Beruf sowie der Förderung grundlegender kognitiver Fähigkeiten als Basis für erfolgreiche Berufsorientierung.
Die Diskussionen machten deutlich, wie komplex die Anforderungen an junge Menschen heute sind und wie wichtig verlässliche Strukturen, abgestimmte Unterstützungsangebote und eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteurinnen und Akteure bleiben.
In der anschließenden Feierstunde stand der Blick auf 20 Jahre Schu.B im Mittelpunkt. Dabei wurde die Entwicklung der Koordinierungsstelle als kontinuierlicher Prozess beschrieben, der durch engagierte Fachkräfte, stabile Kooperationen und den gemeinsamen Anspruch geprägt ist, jungen Menschen im Kreis Lippe bestmögliche Chancen zu eröffnen. Gleichzeitig wurde die Bedeutung der Koordinierungsstelle als verbindendes Element im Netzwerk hervorgehoben, das seit zwei Jahrzehnten zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit im Übergang Schule-Beruf beiträgt.
Dirk Menzel, Leitung der Koordinierungsstelle Schule-Beruf, betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung des gemeinsamen Weges:
„Der Kreis Lippe zeigt seit 20 Jahren, wie kraftvoll regionale Zusammenarbeit wirken kann. Als Koordinierungsstelle sind wir stolz darauf, dieses Netzwerk zu begleiten – ein Netzwerk, das Jugendlichen Wege öffnet, die keiner allein schaffen könnte.“
Auch Landrat Meinolf Haase würdigte die Bedeutung gut vernetzter Strukturen für junge Menschen:
„Jugendliche stehen heute vor komplexeren Entscheidungen denn je. Eine immer größere Vielfalt an Bildungs- und Berufswegen, die rasanten Veränderungen der Arbeitswelt sowie neue Anforderungen durch Digitalisierung und gesellschaftlichen Wandel machen die Berufswahl anspruchsvoller. Umso wichtiger sind gut vernetzte Fachkräfte.“
Die Veranstalter ziehen eine durchweg positive Bilanz. Die Kombination aus fachlichem Austausch im Rahmen der Workshops, den Impulsen der Keynote und der feierlichen Rückschau auf 20 Jahre Schu.B machte deutlich, welche nachhaltige Wirkung das Netzwerk im Kreis entfaltet. Gleichzeitig setzte die Veranstaltung ein starkes Signal für die zukünftige Weiterentwicklung der Zusammenarbeit im Übergang Schule-Beruf.
Feedback zur Veranstaltung
Präsentationen zum Download
Keynote: „Übergänge in Ausbildung – Einblicke und Ausblicke“ – Referentin: Naemi Johanning, Senior Project Manager im Bereich Bildung und Next Generation, Bertelsmann Stiftung
A: Jugendliche im KI-Zeitalter begleiten – Referent: Markus Lange-Hegermann, TH OWL
