Azubi-Coach


Wollen mehr Jugendliche in Ausbildung bringen: Maren Lampe, Geschäftsführerin der Elektro-Lampe GmbH, Dr. Burghard Lehmann, Heidi Lagemann, Wolfgang Wilden, Schulleitung des Felix-Fechenbach-Berufskollegs, und Markus Rempe (vorne von links) sowie die Netzwerkpartner des Projekts „Zukunft Ausbildung – Fit für den Beruf“.

Azubi-Coach

Das Projekt „Zukunft Ausbildung – Fit für den Beruf“ des Kreises Lippe bietet seit dem Schuljahresbeginn 2018/19 den Schülern des Felix-Fechenbach-Berufskollegs tatkräftige Unterstützung auf ihrem Weg in Ausbildung und Berufsleben. Im September hat Heidi Lagemann ihre Arbeit als Azubi-Coach an der Schule aufgenommen. Sie steht den Schülern aus der Berufsfachschule bei Fragen im Prozess der beruflichen Orientierung zur Verfügung und bietet Hilfestellung im Bewerbungsverfahren sowie bei der Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche an. Lagemann organisiert Projekte und begleitet die Jugendlichen zu Ausbildungsmessen und betrieblichen Berufserkundungen.Die Auftaktveranstaltung zum Projekt bei der Elektro-Lampe GmbH vermittelte einigen interessierten Jugendlichen einen ersten Einblick in Ausbildungsberufe rund um das Elektrohandwerk. Neben Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten, beantwortete ein Auszubildender als Ausbildungsbotschafter des Betriebs die Fragen der Schüler.

Ziel des Projektes „Zukunft Ausbildung – Fit für den Beruf“ ist es, die Übergangsquote in Ausbildung in den kommenden drei Jahren von derzeit etwa 30 auf mindestens 55 Prozent zu steigern. Hierfür kooperieren die Lippe Bildung eG, das Felix-Fechenbach-Berufskolleg und die Osthushenrich-Stiftung. Um die Jugendlichen fit für eine Ausbildung zu machen, stellt die Stiftung für die dreijährige Projektlaufzeit einen Förderbetrag von rund 167.500 Euro zur Verfügung. „Die Osthushenrich-Stiftung fördert dieses Projekt so umfangreich, weil man hier den Erfolg anhand der Entwicklung der abgeschlossenen Ausbildungsverträge exakt messen kann. Und das ist ja im Bildungsbereich nicht selbstverständlich“, so die Begründung von Dr. Burghard Lehmann, Geschäftsführer der Osthushenrich-Stiftung.

Die Erfahrungen mit einem vergleichbar strukturieren Projekt am Lüttfeld-Berufskolleg haben gezeigt, dass sich die Zusammenarbeit mit anderen Netzwerkpartnern im Übergang Schule-Beruf positiv auswirkt und Verträge für eine Ausbildung abgeschlossen wurden. So arbeitet der Azubi-Coach in enger Vernetzung mit der Berufsberatung und dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Detmold, dem Jobcenter Lippe, den Kammern im Rahmen des Programms „Passgenaue Besetzung“, der Kreishandwerkerschaft und regionalen Ausbildungsbetrieben. Auch Markus Rempe, Vorstandsvorsitzender der Lippe Bildung eG, ist überzeugt, dass in dem Projekt eine enge Vernetzung mit anderen Arbeitsmarktakteuren gelingen wird: „Durch die Kooperation profitieren die Jugendlichen bei der Ausbildungsplatzsuche unmittelbar.“

Auf der anderen Seite soll das Projekt einen Beitrag dazu leisten, den Bedarf an Nachwuchskräften im Handwerk, in der Industrie, dem Handel, der Pflege und weiteren Ausbildungsbranchen auszugleichen. Klaus Seifert, Bildungsgangleiter am Felix-Fechenbach-Berufskolleg unterstützt die Bemühungen: „Die Wirtschaft benötigt Fachkräfte. Viele junge Menschen nutzen zur Weiterqualifizierung eher das Schulsystem. Diese Jugendlichen brauchen einen Anstoß, um eine Ausbildung zu beginnen. Im Projekt wecken wir daher das Interesse für passende Ausbildungsberufe und erhöhen dadurch die Übergangsquote in die duale Ausbildung.“

Brigitte Wilting

Brigitte Wilting

Koordinierungsstelle Schule – Beruf
05261 – 288 95 66
wilting@lippe-bildung.de