Der Fachausschuss wurde 2005 im Rahmen der Initiative “Jugend braucht Zukunft” ins Leben gerufen; seit 2010 liegt die Koordination in Verantwortung der Lippe Bildung eG. Der Fachausschuss wurde gegründet, um die Institutionen aus dem Bereich „Übergang Schule in den Beruf“ in einem Netzwerk zu vereinen.
Im Rahmen des Fachausschuss Schule-Beruf wurde u.a. die Verantwortungskettenvereinbarung im November 2022 unterzeichnet. Als Verantwortungskette wird der strukturierte und standardisierte Prozess der Übergangsgestaltung unter aktiver Beteiligung aller Akteure in der Landesinitiative “Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW” bezeichnet.
Ziel der Zusammenarbeit aller kommunalen Akteure im Rahmen der Verantwortungskette ist es, Handlungsbedarfe beim Übergang Schule-Beruf für die Zielgruppe der Jugendlichen ohne Anschlussperspektive zu identifizieren, in partnerschaftlicher Verantwortung Lösungsansätze zu finden und die gemeinsam vereinbarten Handlungsschritte standardisiert umzusetzen. Reibungslose Beratungsabläufe und aufeinander abgestimmte Vermittlungsangebote stehen an erster Stelle. Die Implementierung einer verbindlichen Strategie, in der alle Partner eingebunden und alle identifizierten Schüler:innen adressiert werden, ist dabei der Kern der Verantwortungskette. Die Selbstverpflichtung aller Partner, sich aktiv in diesem Prozess der Übergangsgestaltung zu beteiligen, geht einher mit der Festlegung von Mindeststandards bzw. Formaten, die zielführend Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen und grundsätzlich umzusetzen sind.
Die Verantwortungskette beginnt im zweiten Halbjahr der 10. Klasse und betrifft alle Jugendlichen, die nach der Anmeldephase an den Berufskollegs bzw. der ersten Suche nach einem Ausbildungsplatz noch keine Anschlussperspektive haben. So soll erreicht werden, dass vor dem Verlassen der Schule alle Schüler:innen in passende Anschlüsse vermittelt werden können. Die Verantwortungskette ist somit ein Präventiv-Instrument, damit kein Jugendlicher „verloren gehen“ und ohne weiterführenden Schulplatz, eine Ausbildung oder die Eingliederung in eine Maßnahme die Schule verlässt.
Folgende Akteure sind beteiligt: Agentur für Arbeit Detmold, Schulaufsicht im Schulamt für den Kreis Lippe, Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold, Jobcenter Lippe, Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, Deutscher Gewerkschaftsbund Region Ostwestfalen-Lippe, Netzwerk Lippe gGmbH, Lüttfeld Berufskolleg, Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg, Hanse-Berufskolleg, Felix-Fechenbach-Berufskolleg, Eigenbetrieb Schulen, Wirtschaftsförderung des Kreises Lippe, Regionalagentur OWL, Arbeitgeberverband Lippe e.V., Kommunales Integrationszentrum, Jugendamt des Kreises Lippe, Lippe Bildung eG und Koordinierungsstelle Schule-Beruf