Kommunale Koordinierungsstelle Schule-Beruf (Schu.B)

Die Kommunalen Koordinierungsstellen spielen eine zentrale Rolle in der Umsetzung des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss – KAoA“, mit dem Nordrhein-Westfalen als erstes Flächenland ein verbindliches Übergangssystem von der Schule in den Beruf einführt.

Eine wesentliche Aufgabe der Kommunalen Koordinierungsstelle besteht darin, den Umsetzungsprozess zur Einführung der Standardelemente der Berufs- und Studienorientierung zu moderieren, erforderliche Abstimmungsprozesse zu organisieren und zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung sowie dem gezielten Abbau der bestehenden Maßnahmenvielfalt beizutragen.

Um dies zu realisieren, werden alle in der Region tätigen Akteure, wie etwa die Studien- und Berufsberatung, allgemeinbildende Schulen und Berufskollegs, Bildungsträger, Betriebe und Wirtschaftsorganisationen sowie die regional bereits bestehenden Gremien der regionalen Bildungsnetzwerke usw. in einem kommunal koordinierten Prozess stärker miteinander vernetzt.

Die kommunale Koordinierungsstelle bildet die „Schaltstelle“ für die Umsetzung des Vorhabens, in dem die Partner eine Verantwortungsgemeinschaft bilden, die originären Zuständigkeiten jedes Einzelnen jedoch erhalten bleiben.

Die Kommunale Koordinierungsstelle

  • identifiziert und beteiligt die relevanten Akteure und bringt sie an einen Tisch,
  • klärt zusammen mit den Partnern die jeweiligen Zuständigkeiten und Rollen,
  • entwickelt mit den Beteiligten gemeinsame Zielsetzungen,
  • stößt Entwicklungsprozesse an,
  • trifft mit den Partnern Absprachen und Vereinbarungen zu Fragen der Umsetzung und Wirksamkeit und hält diese nach und
  • behält die Themen Qualitätssicherung und -entwicklung im Blick.

Die Kommunale Koordinierungsstelle des Kreises Lippe wurde zum 03.05.2013 unter dem Dach der Lippe Bildung eG mit Sitz in Lemgo eingerichtet.

Der Aufbau erfolgt schrittweise; insgesamt stehen 4 MitarbeiterInnen als Ansprechpartner für die unterschiedlichen Handlungsfelder zur Verfügung.

Aktuell nehmen im Kreis Lippe 44 Schulen am Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss – KAoA“ mit knapp 3.200 Schülerinnen und Schülern in der Jahrgangsstufe 8 teil. Insgesamt erreichen wir derzeit rund 7.000 Schülerinnen und Schüler.

Die Arbeit der Kommunalen Koordinierungsstelle wird über das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Europäischen Sozialfonds finanziell unterstützt.