Anlaufstelle für jugendliche Neuzugewanderte

Informations- und Beratungszentrum An.Schu.B als Anlaufstelle für jugendliche Neuzu-gewanderte

Seit Fertigstellung und Bezug der Räumlichkeiten im Herbst 2016 stellt das Informations- und Beratungszentrum An.Schu.B. neben zahlreichen anderen Angeboten für Schülerinnen und Schüler der Lemgoer Berufskollegs insbesondere für die jugendlichen Geflüchteten aus den Internationalen Förderklassen (IFK) konkrete Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Förderung der sozialen und beruflichen Integration zur Verfügung. Durch die Arbeit in einem multiprofessionellen Team vor Ort besteht eine enge Vernetzung und Kooperation zwischen den einzelnen Akteuren – Absprachen und Abstimmungsgespräche erfolgen individuell und flexibel, Doppelstrukturen entfallen.

Das Informations- und Beratungszentrum hat, ausgenommen in den Schulferien, von montags bis freitags ganztägig geöffnet.  Während der Öffnungszeiten stehen Fachkräfte verschiedener Institutionen für die Schüler/-innen der Internationalen Klassen als Ansprechpartner/-innen zur Verfügung. Im laufenden Schuljahr werden insgesamt 9 Klassen mit aktuell ca. 150 Schülerinnen und Schüler (Hanse-Berufskolleg: 4 Klassen/60 SuS, Lüttfeld-Berufskolleg: 5 Klassen 89 SuS) beraten und begleitet.

Folgende Ansprechpartner / Institutionen arbeiten vor Ort bzw. bieten regelmäßige Sprechstunden in den Räumlichkeiten des An.Schu.B an:

  • 1 sozialpädagogische Fachkraft als Integrationscoach
  • 1 sozialpädagogische Fachkraft als Landesbedienstete im Rahmen des Projekts „Multiprofessionelle Teams zur Integration durch Bildung für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler“
  • 2 Fachkräfte des Integrationpoints (Arbeitsagentur Detmold und Jobcenter Lippe)
  • 4 Berufsberater/-innen der Arbeitsagentur Detmold
  • 3 Schülerberaterinnen des Jobcenters Lippe

Durch die Einbindung des Integrationpoints, sowie der Rechtskreise II und III wird eine effiziente rechtskreisübergreifende Arbeit ermöglicht, Übergaben und Absprachen, z.B. bei einem Rechtskreiswechsel, erfolgen zeitnah. Sozialpädagogische Fachkräfte und Vertreter der Rechtskreise stehen im engen Dialog, führen bei Bedarf gemeinsam Gespräche mit den SuS, so dass alle Beteiligten auf aktuelle Veränderungen kurzfristig reagieren und weitere Schritte entsprechend planen können.

Zusätzlich zur internen Kommunikation vor Ort besteht eine enge Vernetzung der Mitarbeiter/-innen mit den zuständigen Lehrkräften an den Berufskollegs, den abgebenden Sek I – Schulen, der Schulsozialarbeit, dem Kommunalen Integrationszentrum, den Ausländerbehörden, den Kommunen, Flüchtlingsorganisationen, Beratungsstellen und anderen für die Flüchtlingsarbeit relevanten Institutionen und Einrichtungen.

Neben dem gezielten und in der Regel terminierten Beratungsangebot wird An.Schu.B seitens der geflüchteten Schüler/-innen als Anlaufstelle für Fragen, Unsicherheiten, Probleme und Kommunikation untereinander genutzt.  Die sozialpädagogischen Fach- kräfte stehen während ihrer offenen Sprechzeiten für Einzelgespräche, Hilfestellung bei behördlichen Angelegenheiten, individueller Praktikumsakquise, Bewerbungen schreiben u.a. zur Verfügung. Aufgrund der kurzen Wege zu den beiden Berufskollegs dient das Zentrum auch als Treffpunkt für Gespräche und Projektplanungen mit Lehrkräften und Schulsozialarbeiter/-innen.