
Berufsorientierung
Zu Beginn der Initiative „Jugend braucht Zukunft“ 2004 gab es eine große Anzahl verschiedener berufsorientierender Aktivitäten in den Schulen im Kreis Lippe. Die Koordinierungsstelle Schu.B erstellte zunächst eine Bestandsaufnahme, die nicht nur quantitative, sondern auch qualitative Aspekte bezogen auf die einzelnen Schulformen evaluierte.
So wird in den Klassen 8 der Haupt- und Realschulen ein „Schulparcours“ als erster Schritt in Richtung Berufsorientierung installiert, der in allen lippischen Kommunen organisiert und durchgeführt wurde. Für die Förderschulen Lernen gibt es seit 2008 die Möglichkeit, in einer „Probierwerkstatt“ bei einem Bildungsträger erste zielgruppengerechte Praxiserfahrungen zu sammeln. Hieran nehmen alle Schüler/innen der Klasse 10 teil. Für die Haupt-, Real- und Gesamtschulen wird ein eigener Kompetenzcheck („Step-In“) für die Klassen 9 entwickelt und von Bildungsträgern im Auftrag durchgeführt. Und in den Gymnasien wird in Klasse 11 die Seminarreihe „Abitur – und wie weiter“ als Möglichkeit der frühzeitigen Orientierung im Studienbereich installiert.
Der Focus bei diesen Maßnahmen liegt auf der präventiven praxisorientierten Berufsorientierung, um den anschließenden Übergang von der Schule in den Beruf möglichst direkt, ohne den Weg über die verschiedenen Stationen des Übergangssystems an den Berufskollegs, zu organisieren.
Diese verschiedenen Aktivitäten werden immer wieder auf ihre Wirksamkeit evaluiert und falls erforderlich verändert.

